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Die Inseln im Westen & Norden

Schottische Inseln neben Islay

Die Whiskyregion Hebriden oder auch „Inseln“ oder „Islands“ genannt besteht aus den nördlichen Inseln Schottlands. Dazu zählen unter anderm die Orkney Inseln mit dem Archipel Orkney und somit der größten Insel, welche von den Schotten oftmals auch als Festland bezeichnet wird. Hier sind die Brennereien Scapa und Highland Park angesiedelt. Weitere Hebriden sind die Isle of Skye, die Heimat von Talisker und Torabhaig, welche man westlich von Orkney findet. Weiter im Süden findet sich Isle of Mull und die Tobermory Destillerie. Außerdem finden sich nahegelegen auch die Inseln Isle of Lewis, Isle of Jura mit der Isle of Jura Distillery und die Ilse of Arran mit der Lagg und Arran Distillery.

Der Geschmack der Whiskys aus den Inseln ist – wie bei den meisten übrigen Whiskyregionen – nur sehr schwer zu definieren. Oftmals werden diese jedoch als rauchig, maritim und sehr intensiv beschrieben. Einige Abfüllungen beispielsweise aus den Destillen Arran, Tobermory und Scapa sind eher hellfruchtig und nur dezent maritim im Geschmack. Diese ähneln den allgemein bekannten Whiskys aus den Highlands. Alles in Allem lässt sich sagen, dass die Whiskys aus den Inseln sehr vielseitig. Mit Sicherheit ist für jeden Geschmack etwas dabei.

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Die Inseln im Westen & Norden

Talisker

Die Talisker Destille ist positioniert am Loch Harport Ufer auf der Isle of Skye und ist umringt von einer majestätischen Landschaft mit wunderschönen Bergketten. Ein Besuch der Brennerei ist bei der Umgebung ein absolutes Muss für jeden Whisky-Liebhaber. Bezogen auf die vulkanische und wilde Umgebung wird dem Talsiker auch sein Geschmack verschrieben.

Gegründet wurde die Destillerie im Jahre 1830 durch die beiden Brüder Hugh und Kenneth McAskill, welche erst wenige Jahre zuvor von Ihrer schottischen Heimat Eigg nach Skye umzogen. Hier erwarben Sie anschließend ein Ackerland sowie auch das Landgut Talisker House und legten so den Grundstein für die Brennerei. Im Laufe der Jahre ging der Besitz in die Firma Anderson & Company über. Allerdings musste der Direktor der Firma kurz daraufhin im Gefängnis einsitzen, da er vermehrt Whisky an Kundenverkaufte, welcher garnicht wirklich vorrätig war. Schnell wurde daher die - zu dieser Zeit bereits sehr bekannte - Brennerei an Alexander Grigor und Allan Roderick Kemp verkauft.

Später im Jahre 1894 wurde die The Talisker Distillery Company gegründet, welche anschließend einen Zusammenschluss mit Dailuaine-Glenlivet Distillers und Imperial Distillers bildete und somit zur Dailuaine-Talisker Distillery wurde. In diesem Zuge wurde auch das Verfahren der dreifach Destillation über den Haufen geworfen, allerdings erinnert das Brennhaus durch den erhalt der zwei Wash Stills sowie drei Spirit Stills auch heute noch an die damalige Zeit und Produktion.

1860 drohte der Destille ein harter Niederschlag, denn während des Brennvorgangs wurde versehentlich eine Klappe offengelassen, woraufhin die Blase Feuerfing und nahezu das gesamte Brennhaus in Schutt und Asche lag. Allerdings wurde der Wiederaufbau sofort gestartet und die Destille wurde mit exakten Kopien nachgebaut. 12 Jahre später hat man alle Destilllen auf Dampfbeheizung umgestellt, sowie auch die Malzböden eingestellt. Das benötigte Malz wurde von nun an extern besorgt.

Jura

Die Insel Jura ist in ihrem Vorkommen einzigartig und wahrscheinlich die einzige der Welt, welche über mehr Whiskyfässer als Menschen verfügt. Die Jura Destillerie befindet sich in der einzigen Stadt der gesamten Insel mit dem Namen Craifhead. Ähnlich wie viele andere Brennereien hat auch diese eine zweiphasige Geschichte geschrieben. Gebaut wurde die Destille wie wir sie heute kennen im Jahr 1960. Destilliert wurde hier erstmals 3 Jahre später. Allerdings bestand am selben Standort schon Jahre zuvor eine Brennerei, denn bereits 1831 erhielt William Abercrombie die erste Lizenz für die Jura Destillerie.

1853 ging die Brennerei anschließend in den Eigentum von Norman Buchanan aus Glasgow über, welcher allerdings 10 Jahre darauf Konkurs anmeldete. Durch einen Lizenz Wechsel und die Übernahme von James Ferguson & Sons konnte Jura wieder aufleben. Allerdings zerstritt sich die Familie nach einigen Jahren mit dem damaligen Landbesitzer, weshalb die Brennerei schlussendlich erneut schließen musste und diese auch für mehrere Jahre stilllag.

Erst in 1960 wurde der Wiederaufbau gestartet und sogar erweitert. Später im Jahr 1978 wurde die Anzahl der Stills von zwei auf vier verdoppelt. Auch lässt sich sagen, dass sich die Destillerie im Zuge der Wiedereröffnung über die Jahre immer besser entwickelt hat, sodass heute sogar ein Besucherzentrum eröffnet wurde.

Das Produktportfolio der Brennerei besteht aus vier Single Malt Abfüllungen welche jeweils in Geschmack und Alter variieren. Verfügbar sind sowohl der Prophecy welcher im Charakter jung, stark und rauchig ist. Sein Gegenstück bildet der Diurachs Own, welcher zwar nicht-rauchig schmeckt, jedoch einen sehr reifen Charakter besitzt. Daneben gibt es noch den Superstition welcher eine Mischung aus nicht rauchigem und rauchigem Malz darstellt. Die 10-jährige Abfüllung ist die bekannteste seiner Art und war auch der erste Single Malt Whisky von Jura. Daneben hat die Brennerei allerdings auch weitere Abfüllungen auf den Markt gebracht.

Die Brennerei produziert nicht weniger als 2,5 Millionen Liter Alkohol jährlich. Davon wird der Großteil als Single Malt Whisky abgefüllt und verkauft. Das für die Produktion verwendete Wasser stammt aus dem a 'Bhaile Mhargaidh. Das Loch befindet sich ebenfalls auf der Insel Jura 60 Meilen entfernt von der schottischen Küste, wodurch die Destille sher unzugänglich ist.

Highlandpark

Highlandpark beschreibt die Whiskyproduktion mit 5 grundlegenden Grundpfeilern und richten sich damit auch heute noch nach der alterstümlichen 'Viking Theorie'. Einer dieser Grundpfeiler ist die von handbetriebene Bodenmälzerei. Highlandpark gilt als eine der wenigen Destillen, welche Ihr Malz noch von Hand drehen. Die Wärme, welche durch das mälzen der Gerste entsteht lässt die enthaltene Stärke zu Zucker werden. Nötig für diesen Vorgang ist auch auch, alle 8 Stunden einen Luftstrom zu kreieren um die Luftfeuchtigkeit bei 5% zu halten und das intensive rauchige Aroma zu absorbieren. 

Der zweite essentielle Punkt ist der handgestochene aromatische Torf aus dem nahegelegenen und baumlosen Hobbister Moor, welcher überseht von Heidekraut ist. Dieser wird über den Sommer auf natürliche Art und Weise getrocknet und anschließend in den Brennöfen verbrannt sowie in die Highlandpark typischen Raucharomen umgewandelt. In zusamenarbeit mit der Royal Society für Protection of Birds arbeitet die Brennerei daran, die ertragsreiche Umgebug zu schützen und beizubehalten um so im Endeffekt den Torf effizienter nutzen zu können und weniger Stechen zu müssen. 

Der dritte und ebenfalls sehr wichtige Punkt sind die Sherry-Eichenfässern, in welchen der Whisky wie bereits bei den Wikingern über mehrere Jahre lagert. Bei der Proktion der Dauben hält sich die Brenenrei ebenfalls an das Urwissen der Wikinger, welche die Dauben für deren Langschiffe bereits damals in einem 45° Winkel einschnitten, und somit wasserdichte Schiffe erschufen. Gleiches gilt auch noch heutzutage für die Dauben der Sherryfässer, um so wenig Alkohol wie möglich entweichen zu lassen. Die Fässer werden über 2 Jahre mit südspanischem Sherry befüllt uns im Anschluss nach Orkney verschifft und mit den Highlandparkspirituosen befüllt. 

 

 

Da die Nachreifung in den Sherryfässern bis zu 60% des Geschmacks ausmachen, lohnt sich diese kostspielige Investitione allemale.  Ein weiterer Standpfeiler sind die langen kühlen Winter in Orknery, sowie auch die Geduld bis zum perfekten Reifegrad. Das Klima auf der fast am Polarkreis liegenden Nordseeküste Schottlands ist im Sommer beeindruckend ruhig und mild. Im Gegenzug dazu sind die Winter sehr ausgeprägt und intensiv. Das lange kühle und gleichmäßig bleibende Klima bietet beste Bedingungen für eine kontinuierliche Reifung in den Lagerhäusern der Insel – ohne Störfaktoren und Hitzeinwirkungen.  Der letzt der 5 Grundstandpfeiler ist die Harmonisierung der Fässer.


Die Highlandpark Destillery beschreibt die Harmonosirung der Fässer als absolutes MUSS. Für jede Charge der Abfüllungen wählt Master Distiller Gordon Motion bis zu 150 verschiedene Fässer aus, welche im Anschluss miteinander komibiniert werden und anschließend mindestens einen Monat ruhen können. Innerhalb dieser Zeit kommen die Aromen der verschieden Fässer miteinander in Einklang und bilden gemeinsam ein kraftvolles Gleichgewicht sowie einen verfeinerten Geschmack mit langanhaltendem Abgang. Dieser Prozess macht den Highlandwhisky zu dem – was er ist.