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Whiskys aus der Insel des Torfs

Seeluft, Torfrauch und Heidekraut

Die Whisky-Insel im Südwesten Schottlands mit dem Namen Islay hat nur 3.000 Einwohner, welche größtenteils für diese Branche arbeiten. 

Arbeitsplätze verteilen sich hier unteranderem auf Brennereien, Landwirtschaft mit der Gerstenproduktion, Torfstecher und auch die Gastronomie. Islay bietet im allgemeinen sehr gute Voraussetzungen für die Produktion, denn die Region beinhaltet viel Fläche für den Gerstenanbau sowie auch Torfmoore – und diese sind ausschlaggebend für die Islay Malts, denn Islay ist bekannt für die intensiven, stark rauchigen Abfüllungen. 

In Islay finden insgesamt neun Brennereien wie: Ardbeg, Ardnahoe, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Kilchoman, Lagavulin und Laphroaig ihr Zuhause. Aus der schon lange geschlossenen Port Ellen Brennerei ist mittlerweile eine Großmälzerei geworden, welche viele andere Whiskybrennereien mit Gerstenmalz versorgt. Früher wurde hier Kohle zum Heizen verwendet, welche allerdings einen hohen Preis hat. Da jedoch Torf ebenso sehr gut brennt, sparten sich die Ileach (Einwohner Islays) die Kosten und verwendeten das Torf, direkt aus ihrer Heimat. Islay Malts sind vor allem von Torfrauch und Seeluft geprägt, verfügen aber auch über süßliche und blumige Noten von Heidekraut. Durchstöbere unser ausgereiftes Sortiment an Scotch.

Whiskys aus der Insel des Torfs

Laphroaig

Die Landwirte Donald und Alexander Johnston eröffneten im Jahre 1815 ihre eigene Brennerei an der Südküste der Insel Islay welche nach seiner Umgebung Laphroaig benannt wurde. Zu dieser Zeit pachteten die beiden Brüder das Land des Gutsherren und erkannten schnell, dass die für das Vieh angebaute Gerste stark im Überschuss war. Deshalb wurde hierfür damals ein Verwendungszweck gesucht. 

Als schließlich das Alkoholgesetz auf der Insel gelockert wurde kamen Alexander und Donald die Idee, Whisky zu produzieren. Die in dem Land gelegene Wasserquelle eignete sich ebenfalls bestens dafür, denn sie beinhaltet einige torfige Noten, sowie auch einen weichen Charakter und nur wenige Mineralstoffe. Schnell erkannten die beiden Bruder, dass sich das Brennen finanziell mehr lohnte, als die Viehzucht, weshalb deren Hauptaugenmerk sich auf die Produktion lenkte. Im Laufe der Jahre verkaufte Alexander seinem Bruder die Brennerei und Donald war der Alleinige Besitzer. Der Legende nach starb er allerdings im Jahre 1847 durch einen Sturz in eine Wanne mit nur teilweise fertigem Single Malt.

Donald hatte einen Sohn namens Dugald, welcher im Alter von 11 Jahren jedoch noch zu jung war um den Betrieb zu übernehmen, daher ging die Destillerie vorerst in den Besitz seines Onkels John Johnston. 1857 Übernahm Dugald schließlich die Leitung der Destille und wurde dabei von seinem Cousin Alexander unterstützt. Ein Großteil der in der Laphroaig Destille entstandenen Whiskys wurde damals für Blends benutzt, denn sein rauchiger, torfiger Geschmack wurde von vielen Blendern besonders geschätzt und begehrt. Nicht alleine dadurch gewannen die Abfüllungen wie heutzutage zum Beispiel Laphroaig 25 Jahre Fassstärke oder auch der Laphroaig Cairdeas Feis 2013 Port Wood immer mehr an Beliebtheit.

Ardbeg

Wie bei so vielen Brennereien hat Ardbeg seinen Ursprung durch Schwarzbrenner und Schmuggler und wurde erst nach Entdeckung der Zollfahndung offiziell und Legal. Seine Gründung ist auf das Jahr 1815 durch John McDougall zurückzuführen. Seitjeher wird versucht, die Einzigartigkeit und den Sinn für Tradition stets beizubehalten, wodurch sich schnell erklären lässt, weshalb die Ardbegs bereits mehrmals zum Welt-Whisky des Jahres gekürt wurden. Die Ardbeg Abfüllungen sind besonders delikat im Geschmack und verfügen über stärkere Torfnoten welche jedoch herrlich ausgewogen und angenehm schmecken. Eine leicht süßliche Komponente, welche durch die verwendete Gerste zustande kommt, sowie die Kombination aus dem weichen reinen Wasser der hauseigenen Quelle lassen die Single Malts zu einem Wahren Genuss werden - insbesondere für Fans des rauchigem. Spannende Abfüllungen sind unter anderem der Ardbeg Renaissance oder auch der Ardbeg Supernova.

Die Ardbeg Destillerie befindet sich an der Südküste Schottlands. Der Name bedeutet übersetzt "kleine Anhöhe", denn die Brenenrei war über eine lange Zeit die kleinste der gesamten Insel und konnte nur wenige Brennblasen aufweisen. Innerhalb der 70er und 80er Jahre unter der Leitung von Hiram Walker wurde die Produktion stark heruntergefahren, was irgendwann auch zu einer kompletten Schließung der Destille sowie dem Abriss der Lagerhäuser führte. Im Jahr 1997 nach dem Verkauf an Glenmorangie nahm die Destille wieder Fahrt auf und die Gesamtsituation verbesserte sich langsam wieder. Die Destille wurde renoviert und das Geschäft lief wieder an. Bei Ardbeg ist mit Sicherheit für jeden Liebhaber und Sammler etwas dabei.

Bowmore

Die Bowmore Distillery wurde bereits im Jahre 1779 erbaut und war damit die erste Brennerei auf der gesamten Whiskyregion Islay. Die offizielle Lizenz erhielt Bowmore im Jahre 1824. Die Brennmeister verwenden lediglich hochwertige Eichenfässer und geben stets deren Tradition an die nächste Generation weiter. Bowmore hält seine Grundzutaten Simpel und verwendet lediglich Gerste, Hefe und Wasser für deren Produktion mit nun nicht weniger als 240 Jahren Erfahrung. 

Positioniert ist die Destille direkt an der Küste wobei das Lagergebäude sogar unterhalb des Meeresspiegels liegt. Eines der Lagergebäude ist außerdem auch das älteste in ganz Schottland. Hier lagerten in den letzten 240 Jahren besondere Whiskys in altem Stein und der salzigen Seeluft. Eine der dort befindlichen Flaschen mit einem Alter von 157 Jahren wurde im Jahre 2007 für 29.400 Pfund versteigert. 
Die Destille verfügt über eine eigene Malzscheune worin die im Korn enthaltene Gerste in vergärbaren Zucker umgewandelt wird. Im Anschluss in der Datte wird der Keimvorgang gestoppt und die Gerste getrocknet, um diese zu Schrot zu mahlen. Hierbei erhält der Bowmore seinen torfigen Charakter. Das Gerstenmalz wird anschließend in der Schrotmühle gemahlen und im nächsten Schritt in der Maischebottich eingemaischt, wobei ein Malzaroma entsteht. Anschließend ruht der Malt im Gärraum und den Gärbottichen welche mit einer zuckrigen Würze befüllt sind. Im Vorletzten Schritt durchläuft er die Brennblasen und kann im Anschluss in den spanischen Ex-Sherry-Fässern - welche im Hause Bowmore gerne verwendet werden - reifen. 

Meist reifen die Single Malts der Brennerei in spanischen Ex-Sherry-Fässern nach. Seinen typischen hauseigenen Stil erhalten die Abfüllungen durch 25 ppm getorftes Gerstenmalz, welches dem Endgeschmack einen rauchigen, torfigen, süßlichen Charakter mit Sherrynoten verleiht welcher ebenso durch die Seeluft geprägt ist. Das Wasser des umliegenden Flusses Lagan erhält durch dessen Standort ebenfalls einen leicht torfigen Beigeschmack. Teste beispielsweise den Bowmore Vault Edition 2nd  oder auch den Bowmore The Devils Cut.