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Whiskys aus dem schottischen Flachland

Wenig Rauch, intensiv und weich

Die Lowlands platzieren sich über das Festland südlich zwischen Greenock und Dundee. Gegenüber schließen sich die Highlands an. Wie der Name bereits vermuten lässt, gestalten sich die Lowlands in ihrer Umgebung und Landschaft eher flach. Was den Whisky betrifft, so wurden in den Lowlands nahezu alle Single Malts dreifach destilliert, wodurch Sie einen eher leichten Charakter erhielten. Somit sind Abfüllungen aus den Lowlands auch heute noch eher mit den irischen Whiskeys verwandt. Die Aromatik gestaltet sich meist sehr intensiv, im Körper selbst wirken sie jedoch weich.

Traditionsgemäß wird meist kein rauchiges Malz für die Herstellung verwendet. Dies liegt zum größten Teil daran, dass die Kohleindustrie zu damaligen Zeiten in den Lowlands angesiedelt war und daher Torf nicht wie üblicherweise zum Heizen genutzt wurde. 

Der typische Lowland-Geschmack lässt sich wie folgt beschreiben: milde, elegante Noten von Gras, Heckenkirschen, Sahne, Ingwer. Karamellbonbons, Toast und Zimt. Meist sind die Single Malts leicht und somit bestens als Aperitif oder für Einsteiger geeignet.

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Whiskys aus dem schottischen Flachland

Bladnoch

Die Bladnoch Destillerie würde im frühen 19. Jahrhundert gründet. Bereits kurze Zeit darauf würde die Produktion wieder angestellt und die Brennerei verkauft. Im Zeitraum von 1912 - 1937 wurde die Produktion mit vielen Pausen zu Teilen wiederaufgenommen. 1937 bei einem erneuten Verkauf der Destille wurden die Brennblasen demontiert und nach Schweden verkauft.  1956 wurde die Wiederaufnahme der Brennerei erneut gestartet und war hierbei auch erfolgreich. Trotzdem folgten erneut einige Besitzerwechsel. Die Destille wurde um zwei weitere Brennblasen erweitert und schien immer erfolgreicher zu werden. 1994 wurde Raymond Amstrong zum neuen Besitzer. Der Kauf entstand zunächst aus der Idee, die Brennerei in eine Ferienanlage umzuwandeln. Schließlich entschied sich Amstrong jedoch dazu, die Brennerei erneut in Betrieb zu nehmen und kaufte im Jahr 2000 zwei neue Brennblasen. Der erste "neue" Bladnoch kam 8 Jahre später auf den Markt. Daneben gibt es Abfüllungen wie den Bladnoch PX Sherry oder den Bladnoch Alinta.  Heutzutage verfügt die Brennerei über einen 5 Tonnen Edelstahl Maischbottich sowie sechs Gärbottiche aus Douglasienholz und auch zwei Brennblasen. Pro Jahr werden 1,5 Millionen Liter Alkohol produziert. 

Aufgrund der Vielzahl an Besitzern gelangte ein Großteil der Bladnochwhiskys an Broker sowie anschließend in die Hände unabhängiger Abfüller. Hier zählen unter anderem einige von Gordon & MacPhail oder auch Signatory. 2015 kaufte David Prior, ein australischer Geschäftsmann die Destille und versprach, Bladnoch zurück zum Höhepunkt zu treiben.  Alles in allem lässt sich sagen, dass die Bladnoch Malts über einen typischen Lowlandercharakter mit frischen Zitrusnoten und Grasnoten, sowie auch weichen Bananenaromen verfügen.

Glenkinchie

Glenkinchie wird auch „Edinburgh Malt” genannt, da die Destillerie nur fünfzehn Meilen von der schottischen Hauptstadt entfernt liegt. Das Farmland East Lothian, welches die Gerste für die blumigen Whiskys hergibt liegt sowohl südlich als auch östlich von Edinburgh. Die Gerste wird von dem umliegenden Quellen versorgt. Der Destillerie wird nachgesagt sie sei der beste Produzent der leichten Lowland Abfüllungen. Außerdem bietet die Brennerei auch ein Besucherzentrum und eine ansprechende Umgebung, welche für jeden Whiskyliebhaber allemal einen Abstecher Wert sind.  Die Destille war damals noch unter dem Namen "Milton" bekannt und wurde 1825 durch die beiden Landwirte John und Georg Rate gegründet. Als die Destillerie 1937 ihre Lizenz bekam, wurde diese nach dem durch das Tal fließenden Bach "Kinchie Burn" benannt. Einige Jahre später wurde die Brennerei renoviert und erhielt ihren auch heute noch erkenntlichen Look in roten Ziegelsteinen.

Glenkinchie beinhaltet unteranderem Wohnhäuser für die Arbeiter, ein Bowling Green und natürlich auch zwei dicke und alte Brennblasen aus Kupfer, sowie die beiden größten Wash Stills der Whiskywelt. Um den Single Malts besonders viel Charakter zu verleihen wird dieser in einem einzelnen Worm Tub aus Gusseisen gekühlt. Zu finden sind hier unter anderem der 
Glenkinchie 24 y.o. oder auch die Glenkinchie Distiller Edition. Nicht zuletzt zu erwähnen ist, dass die Abfüllungen von Glenkinchie gerne als Grundbasis für die bekannten Johnnie Walker Blends verwendet werden und somit zu den sogenannten "Four Corners of Scotland" zählen. Alles in allem werden die Malts als blumig duftende, heuig und nussige Spirituose mit leichtem Charakter beschrieben. 

Auchentoshan


Die Auchentoshan Whiskys werden typischerweise als klare komplexe Abfüllungen beschrieben. Die Brennerei hat ihren Ursprung 1823 auf dem Landgut Auchentoshan und Dunbartonshire, hierher auch die Namensherkunft. Der Gründer Thorne aus Greenock war eigentlich Ingenieur und stellte mit seinen Kenntnissen die Brennerei Anlage "inter alia" her.  Den Geschmack erhält er unter anderem durch die schonend gedarrte und ungetrocknete Gerste, denn diese wird so geschrotet, dass sie für den in der Destille befindlichen Läuterbottich verwendet werden kann.

Die Stärkekörner müssen hierbei gleichmäßig gemahlen werden, sodass das Maximum an Stärke herausgeholt werden kann. Die Stärke verwandelt sich im Laufe des Prozesses beim Maischen in Zucker, somit entsteht eine klare aber feine Würzige Note.  Der Läuterbottich wird hierbei mit reinem Wasser sowie der gemahlenen und gemälzten Gerste befüllt und bei 63,5° C im Läuterbottich aufgeheizt. Nach zwei Füllungen folgt die Gärung. Innerhalb der dritten Füllung wird zunächst Wasser für die Maische verwendet.

Aufgrund der 3-fach Destillation steigt der Alkoholgehalt von 8% auf ganze 81%. Keine andere schottische Brennerei beharrt so sehr darauf, die Whiskys 3-fach zu destillieren. Bei einer 2-fach Destillation werden im Normalfall nicht mehr als 70% erreicht.  Doch was genau bedeutet die 3-fach Destillation eigentlich genau für den Malt? Auchentoshan zählt durch diese Methodik als höchstes Destillat schottischer Brennereien. Da durch den Prozess viel Flüssigkeit verloren geht erscheinen die enthaltenen Frucht und Zitrusnoten deutlich intensiver, als bei anderen. Gleichzeitig werden die sie dadurch jedoch auch anfälliger für die Holznoten durch die Fassreifung über mindestens 3 Jahre. Somit entsteht ein besonders sanftes und feines Produkt der Lowland typischen Art wie beispielsweise in Abfüllungen wie der 
Auchentoshan Springwood oder auch Auchentoshan Dark Oak.

Die Fässer werden alle feinsäuberlich und mit viel Sorgfalt ausgewählt. Zuvor waren die Eichenfässer mit Bourbon, Sherry oder auch feinen Weinen belegt. Somit entsteht ein besonders sanfter und feiner Scotch Whisky der Lowland typischen Art.