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Limitierte und hochwertige Abfüllungen

Wann wird ein Whisky zur Rarität?

Sie gelten als Abfüllungen mit besonderem Wert. Bei der Kaufentscheidung ist natürlich der Sammleraspekt sowie auch das Potential auf Wertsteigerung ausschlaggebend. 

Sie können aus verschiedenen Gründen über einen Sammlerwert verfügen. In erster Linie spielt hierbei jedoch die Seltenheit eine große Rolle. Daneben wird ein Whisky auch zur Kostbarkeit, wenn dieser aus einem speziellen Jahrgang stammt und ein hohes Alter erreicht hat oder besonders lange gereift wurde. 

Er gilt als Seltenheit, wenn dieser aus einer bestimmten und beliebten Abfüllserie stammt. Viele Destillerien bringen spezielle Produktserien heraus, welche sich durch einzigartige Rezepturen im Laufe der Zeit zu Raritäten entwickeln.

Auch Limited Edition Abfüllungen zählen oft zu den Seltenheiten und Sammlerstücken, da hier nur eine begrenzte Anzahl an Flaschen verfügbar sind. Auch sehr alte Exemplare, welche so auf dem aktuellen Markt nicht mehr erhältlich sind, werden im Laufe der Jahre zu Kostbarkeiten. Entscheidend ist hierbei jedoch der Zustand der Flasche und der Verpackung. 

Der letzte Grund für die Bezeichnung als Rarität ist die Destillerie, aus dem dieser stammt. Einige Brennereien werden von Sammlern besonders hoch angesehen. Somit zählen alle Abfüllungen dieser Destillerie für einige bereits als Rarität.

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Limitierte und hochwertige Abfüllungen

Port Ellen

Im Jahre 1825 wurde die heute für besondere und hochwertige Kostbarkeiten bekannte Port Ellen Distillery gegründet. Einige Jahre später in 1836 wurde diese von John Ramsey übernommen. Er integrierte viele neumodische, technische und kaufmännische Neuerungen in Islay. In einer Sage heißt es, dass Ramsey die beiden Pioniere der Patent Still und Coffey Still Destillationsmethoden – Robert Stein und Aeneas Coffey nach Islay in seine Destillerie einlud, um die damals neuen Destillationsmethoden auszureifen und weiterzuentwickeln. Auch das Spirit Safe Verfahren, welches einige Jahre später sogar gesetzlich vorgeschrieben wurde, kam erstmalig bei Port Ellen zum Einsatz. Die Destille ist ein wahrer Vorreiter in Sachen Destillation. Auch in Sachen Wirtschaften verhielt sich Ramsey klug, denn er fokussierte sich schnell darauf, seine Produkte auch in Amerika an den Mann zu bringen und setzte dies auch direkt in die Tat um. 

In 1920 wurde die Destille von den Nachfahren Ramseys an John Dewar & Sons verkauft. Zu diesen Zeiten war der wirtschaftliche Erfolg jedoch auf seinem Tiefpunkt, weshalb die Destille über einige Jahre geschlossen blieb. Später im Jahr 1967 lief die Whiskyproduktion langsam wieder an und auch die Ausstattung wurde von zwei auf vier Brennblasen erhöht. Leider hielt der Anstieg nicht ewig an, denn während der Krise der 80er musste Port Ellen erneut seine Pforten schließen und viele Teile der Destille wurden abgebaut. 

Zu dieser Zeit glaubte man, dass in Port Ellen nie mehr Single Malt hergestellt werden sollte. Genau aus diesem Grund entwickelte sich die Marke zu einer wahren Rarität auf dem Markt und wurde auch für Sammler immer relevanter und interessanter. Dadurch stiegen die Preise für die Abfüllungen stark an, dies ist auch heute noch spürbar. Die Vorräte sind stark limitiert und sinken immer weiter. Auch die Tatsache, dass Islaner ohnehin immer stärkere Beliebtheit genießt, setzt dem Bestand negativ zu. Port Ellen zählt heute als Seltenheit aus Islay. 

1995 begann Diageo mit einer Whisky-Reihe, in der lediglich Rare Malts vertrieben wurden. 3 Jahre später gehörte auch ein 20-jähriger Port Ellen zu diesem Sortiment und der Ansturm war sehr hoch, weshalb weitere Flaschen der Port Ellen Destille über Diageo vermarktet wurden. Aus diesen Grund beschloss Diageo fast 20 Jahre später die Port Ellen Destille erneut zu eröffnen. Bis heute lässt sich allerdings noch nicht sagen, ob der Erfolg von damals wieder aufgegriffen werden kann. 

Bei all dem Hype um die Brennerei stellt sich allerdings die Frage, wie schmecken eigentlich die teuren und beliebten Kostbarkeiten von Port Ellen? Deutlich lässt sich der typische Islay Charakter feststellen. Dazu gesellen sich zum einen pfeffrige, aber auch rauchige und salzige Aromen. Die Textur wird außerdem als eher ölig und wuchtig beschrieben. In unserem Sortiment finden Sie Abfüllungen wie den Port Ellen 3rd Release oder auch den Portellen 1979/2003 W&M

AnCnoc

Die Knockdhu Distillery besteht seit dem Jahre 1894 und wurde durch John Morrison aufgebaut. Er entdeckte eine riesige Fläche mit grün-leuchtenden Feldern und außerdem auch Torf und Gerste sowie glasklare Wasserquellen. Somit überkam ihn seine Vision, die Natur für sich zu nutzen und somit die Produktion zu starten. Die Brennerei ist nach dem Black Hill in seiner Nähe benannt, welcher im Gälischen auch Knockdhu heißt. Dem Hügel entlang fließt das klare Quellwasser, welches mit einer beeindruckenden frische überzeugt und dabei auch über einen starken mineralisierten Grundgeschmack verfügt. Allerdings entschieden sich die Besitzer 1993 zu einer Namensänderung, da auch eine andere Destille mit dem Namen Knockando bestand. Hier kam es oftmals zur Verwechslung, weshalb der neue Name ein Alleinstellungsmerkmal schaffte. Trotzdem legt die Destille viel Wert auf Tradition. So sind auch heute noch die alten und kupfernen Destillierapparate, in welchen damals die ersten Whiskys gebrannt wurden in Erhalt geblieben. Die flachen Böden drücken die durch die Destillation entstehenden Dämpfe durch den schmalen und langen Hals des Destillierapparats und erzeugt somit sehr feine und leicht fruchtige Noten. Außerdem verfügt die Brennerei sowohl ein Wash- als auch ein Spirit-Still. Das frische Destillat wird außerdem in einem gusseisernen Worm Tub.

Anfangs wurden die Abfüllungen oftmals für Blends verwendet. Später verkaufte die Brennerei den Single Malt an Kenner, welche Gefallen daran fanden, diese pur zu genießen. Es lässt sich sagen, dass er sehr wilde und vielfältige – gleichzeitig aber auch elegante Aromen zu einem ausgeglichenen Gesamtbild vereint. Hinzu gesellen sich frische Aromen. Obwohl es sich bei AnCnoc um eine eher kleine Brennerei handelt, kann diese trotzdem mit einer beträchtlichen Menge an Abfüllungen überzeugen. AnCnoc produziert zum einen sehr modern, verfügt aber auch über einige Vintage Releases welche eher traditionell aufgestellt sind. Zu den moderneren Varianten zählen der 
AnCnoc Single Malt 12 Jahre, der AnCnoc Single Malt 16 Jahre sowie AnCnoc Single Malt 18 Jahre. Daneben gibt es auch Ältere Single Malts mit einem Alter von 22, 24 oder 35 Jahren. Diese verfügen neben dem typischen Geschmack auch über feine und erdige Holznoten. Für die Reifung nutzt die Brennerei eine Kombination aus Ex-Bourbon, Sherry und amerikanischen Weißeichefässern.

Littlemill

Die Gründung der Littlemill Destillerie geht offiziell auf das Jahr 1772 zurück, wahrscheinlich lief die Produktion jedoch schon seit mindestens 1750 an. Platziert wurde die auf dem Gelände einer älteren Brauerei aus dem 14. Jahrhundert zwischen den Städten Glasgow und Dumbarton innerhalb der Lowlands. Mit Sicherheit lässt sich somit sagen, dass die Brennerei neben Glenturret und Strathisla zu den ältesten Brennereien in Schottland gehören. Der Gründer von Caol Illa, Hector Henderson half dabei, die Brennerei aufzubauen. Nach Lowland typischer Art wurde in Littlemill bis in die 1930er Jahre dreifach destilliert. Das Wasser für die Whiskyproduktion stammt nicht wie erwartet aus de River Clyde der Lowlands, sondern aus den Kilpatrick Hills der Highlands. Außerdem wurde Gerste aus den Bauernhöfen der Speyside bezogen. Somit entsteht ein Feature aus diesen drei Whiskyregionen. Mit Gründung der Destille wurde die Gerste noch mittels Malzböden in Malz verarbeitet. Ab den 1930er Jahren führte der damalige Destillerie Manager, Duncan Thomas einige Veränderungen durch und baute eine sogenannte "Saladin Box" mit einem doppelten Belüftungssystem über den Trockenöfen ein. Diese Konstruktion sprach sich durch das ganze Land und war in ihrer Art ein echtes Unikat. Littlemill verfügte über viele Lagerhäuser wie beispielsweise "dunnage warehouses" und auch "racked warehouses", welche sowohl mit Ex-Bourbonfässern als auch mit amerikanischen Weißeichefässern ausgestattet waren. Die Brennerei ist ausgestattet mit einem fünf Tonnen fassenden Maischebottich, sowie auch einem Gärbottich und einer Wash Still von jeweils 25.000 Litern. Zu den Hochzeiten lag die Jahresproduktion bei 800.000 Litern. Zwischen den Jahren 1875 und 1930 wurde hierbei dreifach destilliert. Die Methode war typisch für die Lowlands. Leider musste die Destille im Laufe der Jahre viele Schließungen und Besitzerwechsel durchleben.

Letztlich im Jahre 1994 wurde die Brennerei von Glen Cathrine Bonded Warehouse aufgekauft und von nun an unter dem Namen Loch Lomond Distillery Co. Ltd. weitergeführt. Zwei Jahre später wurden einige der Brennereigebäude teilweise abgerissen und im Jahre 2004 die restlichen durch einen Brand zerstört. Die Überreste der Gebäude fielen im Main 2006 ineinander ein. Daher sind die Abfüllungen seitjeher sehr selten. Bei uns findest du den 
Little Mill 40 Jahre.