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Die schottische Region mit den meisten Brennereien

Einsteiger Whiskys mit leichtem Rauch


Speyside nennt sich das Gebiet um den Fluss Spey im Nordosten Schottlands. Die Speyside beinhaltet fast die Hälfte der Gesamtzahl an Brennereien in Schottland. Durch diese Hohe Brennereidichte sowie den massiven Whiskyausstoß wird die Speyside seit längerer Zeit auch als eigenständige Whisky-Region anerkannt. 

Flächenmäßig ist die Speyside nichteinmal so groß wie das Saarland, was die hohe Anzahl an Brennereien umso unfassbarer macht. Wie der Name schon verrät, wurde diese Region nach dem Fluss Spey, welcher auch als Wasserquelle für viele Speysider-Whiskys fungiert, benannt. 

Unter anderem sind hier Aberlour, Balvenie, Cardhu, Cragganmore, Dalwhinnie, Glenfarclas, Glenrothes und Macallan angesiedelt. Auch die beiden meistverkauften Single Malts der Welt – Glenlivet und Glenfiddich finden hier ihr Zuhause. Charakterlich sind Speyside-Whiskys eher grasig oder aber reichhaltig und Süß. 

Die Abfüllungen sind bekannt für dezente Rauch- dafür aber stärkere Fruchtnoten. Somit eignen sich die zarten und duftenden Whiskys bestens für Einsteiger. 

Die schottische Region mit den meisten Brennereien

Glenfiddich



Der Gründer William Grant hatte über 20 Jahre die alleinige Vision das beste "Dram" im gesamten Tal zu entwickeln und ging im Jahre 1886 mit Unterstützung seiner sieben Söhne und zwei Töchter seiner Vision nach, indem er die Glenfiddich Destillerie von Hand erbaute. Ein Jahr später entsprang letzendlich auch der erste Tropfen Whisky aus den kupfernen Brennblasen. Die Destille befindet sich als eine der wenigen noch heute im Familienbesitz und verfügt über den meistausgezeichneten Single Malt Scotch Whisky weltweit. 

Der Name "Glenfiddich" hat seinen Ursprung aus dem Gälischen und bedeutet übersetzt "Tal der Hirsche". Im Jahre 1923 während des Höhepunktes der Prohibition übernahm Williams Enkel Grant Gordon die Leitung der Familiendestille. Überraschend war, dass er die Whiskyproduktion trotz der Prohibition weiterhin steigerte. Als sich die Lage ein paar Jahre später beruhigte war Glenfiddich eine der sechs letzten schottischen Destillen mit laufender Produktion und somit bestens auf eine hohe Nachfrage vorbereitet. 

 Im Jahre 19527 gründete Williams Urenkel eine eigene Kupferschmiede direkt auf dem Gelände. Somit konnte die Brennerei die einzigartigen Brennblasen noch besser betreiben. Kurz daraufhin wurde außerdem auch eine hauseigene Küferei auf dem Gelände eröffnet. Somit wurde auch die Fassproduktions perfektioniert und vereinfacht und die Destille konnte alles aus einer Hand fertigen.

Glenfarclas

Ein Familienunternehmen wie es im Buche steht ist die Glenfarclas Distillery aus der Speyside. Der Gründer John Grant war im Jahre 1865 ein bekannter Viehzüchter und kaufte die Glanfarclas Destille sowie die Recherlich Farm auf. Da jedoch in erster Linie die Landwirtschaft Johns Priorität war, vermietete er die Brennerei schnell an John Smith, welcher später auch die Cagganmore Destillerie gründete. John Grants Sohn George übernahm später im Jahre 1889 die Farm sowie auch die Destille. Kurz daraufhin verstarb er, wodurch die Lizenz für die Brennerei an seine Frau weitergegeben wurde. Diese übergab die Leitung der Destille anschließend an deren Söhne John und George. 


Auch heute noch benennt die Familie traditionsgemäß alle Erben aus der Familie entweder John oder George. Durch den jahrelangen Familienbesitz entstehen liebenswürdig kreierte Whisyks mit Eigenheiten wie beispielsweise auch der Glenfarclas 15 Jahre mit einem exakten ALkoholanteil von 46% – und dies nur aus dem Grund, da der Großvater ihn genau so am liebsten mochte. Die Vorliebe der Familie geht stark in Richtung Sherry-Reifung wodurch auch eine enge Verbindung zum Familienbetrieb - der spanischen Bodega zustanden kam, denn hier kaufte die Familie Grant ihre Sherry-Fässer ein. Alles in Allem lässt sich sagen, dass die Glenfarclas Brennerei ihr Know-How über viele Jahre innerhalb der Familie weitergeben konnte und auch heute noch traditionsreichen Speyside Whisky mit viel Herzblut produziert.

GlenAllachie


Die GlenAllachie fertigt vorallem vollmundige Whiskys aus der Speyside, welche mit jahrzehntelanger Erfahrung und viel Herzblut sowie Experimentierfreude zustande kommen. Gegründet wurde diese 1967 und war anschließend über viele Jahre im ausländischen Konzernbesitz. Der allseits bekannte Whiskykenner Billy Walter entschloss sich, gemeinsam mit seinen Partnern Trisha Savage und Graham Stevenson dazu dies zu ändern und gründete mit dem Kauf der Brennerei im Jahre 2017 die GlenAllachie Distillers Company. 


Das für die Whiskyproduktion verwendete Wasser stammt aus den Quellen von Ben Rinnes. Die Produktion ist jedoch in den letzten Zeiten stark gesunken. Vor einigen Jahre entstammten jährlich ca. 4 Millionen Liter Whisky aus der Brennerei. Mittlerweile ist die Produktion auf nur 700.000 Liter jährlich gesunken was jedoch der Qualität der Whiskys an sich gut tut, denn durch die Minderung sind die Bedingungen für besonders lange Fermentationszeiten von bis zu 160 Stunden gegeben, wodurch ein besonders komplexer und fruchtiger Stil entsteht. Zudem besitzen die Stills horizontale Kondensatoren. Aufgrund des dadurch gebenenen Kuperkontaktes verfügen die Abfüllungen über einen besonders milden Charakter, weshalb diese gerne auch für Blends verwendet werden.Zudem verfügt die Destillle über zwei Still-Paare, um gleichzeit sowohl getorften als auch ungetorften Whisky produzieren zu können. Alleinig First und Second-Fill Fässer werden für die Reifung verwendet, darunter zum einen 30% Ex-Sherry-Casks sowie auch Bourben Casks oder Likörweinfässer. Die Whiskys verfügen zumindest über einen ALkoholgehalt von 46%.