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Brandy oder auch Weinbrände aus aller Welt!

Cognac oder Brandy?

Bereits im Hochmittelalter wurde der Brandy für medizinische Zwecke verwendet und gilt somit als sehr traditionsreiche Spirituose. Oftmals wurde er zur Anreicherung von Wein mit Alkohol für längere Schifffahrten genutzt, um diesen länger haltbar zu machen. Nach erfolgreicher Anlieferung wurde die Flüssigkeit wieder auf Weinstärke zurückverdünnt.

Brandy gilt tatsächlich als verkürzte Version des Wortes Weinbrand und wurde über viele Jahre als Cognac bezeichnet. Dies änderte sich jedoch im Jahre 1920, denn Cognac konnte von nun an nicht mehr als Überbegriff für den Weinbrand verwendet werden, um den aus der französisch stammenden Stadt „Cognac“ stammenden Weinbrand zu schützen und auch hervorzuheben. Daher dürfen Brandys mittlerweile nur noch als Cognac bezeichnet werden, wenn sie aus dieser Region stammen und über mindestens 40% Alkohol verfügen.

Die Herstellung von Brandy geschieht durch Wein mit einem Alkoholgehalt von 8-12%. Der Brennvorgang findet in einer Brennblase statt. Während der Erhitzung entweichen die Dämpfe des Wassers, Alkohols und verschiedenste Aromen. Neue Aromen gesellen sich durch den Vorgang jedoch hinzu und lassen so den typischen Geschmack des Brandweines entstehen.

Brandy oder auch Weinbrände aus aller Welt!

Carlos I - Der König der Brandys

Die Geschichte des Carlos I reicht zurück bis in das Jahr 1886. Damals entdeckte man im spanischen Cadiz im Keller eines Handelshauses alte Sherry-Fässer mit Traubendestillat. Da die Fässer in Vergessenheit geraten waren, hatte sich das Destillat nach der Abfüllung zu einem wunderbar weichen Brandy entwickelt. Der überraschende Fund gilt als Geburtsstunde des Carlos I Brandy. Nur zwei Jahre nach dieser Entdeckung etablierte man eine Solera – so wird in Jerez das Fasslager, in dem Brandy de Jerez traditionell lagert, genannt. Hier reifen bis zum heutigen Tage die Weindestillate des Carlos I zur Veredelung heran. Der Brandy wurde in Anlehnung und zu Ehren des großen Monarchen und Eroberers nach „Carlos I“ benannt. 

Der Brandy aus dem Hause Osborne durchläuft im Gegensatz zur traditionellen Herstellung eine zusätzliche Destillation in besonderen Kupferkesseln, den sogenannten »Alquitaras«. Diese Destille wurde im 7. Jahrhundert von den Mauren nach Spanien gebracht und ist die älteste Methode, Wein zu destillieren. Nur die »Alquitara« kann das spezielle Aroma der Brände erhalten. Der unnachahmliche Geschmack setzt sich aus vielen Faktoren zusammen: Zum einen spielen natürlich die verwendeten Traubensorten, wertvolle Airén- und Palomino-Trauben, eine große Rolle. Zum anderen wird das Aroma des Brandys durch das besondere Klima der Region um Jerez de la Frontera bestimmt. Die herben Winde vom Meer und die süßlich-warmen Lüfte aus dem Landesinneren lassen sich als Nuance im Brandy wahrnehmen. Die Alterung in den antiken Sherry- Fässern, in welchen zuvor nur die besten Weine und Sherrys lagerten, sorgt für den cremigen Geschmack des Brandys de Jerez.