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Klassischer aus Zuckerrohrmost hergestellter Cachaça

Das Getränk der Sklaven

Cachaça gilt oftmals und vor allem in seiner Heimat Brasilien als Schnaps der armen Leute. Die Namensherkunft stammt aus dem iberischen und dem Wort „Cachaza“ – so wurde damals der Bodensatz des Weines bezeichnet.

Wie auch die Geschichte des Rums ist die des Cachaças eng mit der Kolonisation verbunden, denn anders als vermutet, stammt das für die Herstellung verwendete Zuckerrohr nicht ursprünglich aus der Karibik, sondern aus Brasilien. Im Jahr 1516 entstand somit zum einen die erste Zuckerfabrik, sowie auch die erste Destillerie auf brasilianischem Grund. Bis dahin stand den brasilianischen Bürgen nur Alkohol in Form von Portwein aus Portugal oder Tresterbrand zur Verfügung.

Der erste und günstige Brand aus der Zuckerrohr-Melasse galt damals als Verwertung von Abfällen der Zuckerherstellung und wurde Sklaven als Getränk aufgetischt oder sogar als Währung im Tausch gegen Sklaven verwendet. Später in Mitte des 18. Jahrhunderts fand eine klare Trennung der Zuckerproduktion und der Brennereien statt. Das Interesse an alkoholischen Getränken wuchs und somit verbesserte sich auch die Qualität, denn der frische Zuckerrohrsaft wurde von nun an einer Fermentation unterzogen. Somit war der moderne Cachaça geboren.