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Likör mit der extra bitteren Note

Der Ursprung des Bitterlikörs

Der Bitterlikör stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und wurde wie so viele alkoholische Getränke erstmals als Heilmittel eingesetzt. Zum reinen Genuss fand der Likör erst im Laufe des 17. Jahrhunderts Anwendung. Da der für die Mazeration benötigte Zucker in früheren Zeiten jedoch sehr teuer war, wurde Likör größtenteils innerhalb der Adelsschicht konsumiert. Mit der Zeit sanken die Preise des Zuckers jedoch auf ein Niveau, welches aus der mittleren Schicht das Trinken des Likörs erlaubte. Somit stand einer schnellen Verbreitung der Spirituose nichts mehr im Wege.

Über viele Jahrhunderte lag die Likörherstellung in den Händen von Klöstern, da diese über große Kräutergärten verfügten. Später wurde die Produktion auch von vielen Apothekern übernommen. Auch heutzutage finden in der Likörherstellung noch viele natürliche Aromen wie Kaffee, Schokolade, Früchte, Kräuter und Kakao Anwendung. Der Alkoholgehalt kann hierbei zwischen 15 und 40% liegen.

Anders als süßliche Liköre entstehen Bitterliköre durch die Extraktion aus Pflanzen bei verhältnismäßig geringer Süße. Diese werden in erster Linie diätisch 

Likör mit der extra bitteren Note

Die Welt der Bitterliköre

Die Bitterliköre haben sich in der anfänglichen Zeit des 13. Jahrhunderts entwickelt. Man geht davon aus, dass bereits der aromatisierte Wein aus der griechischen und römischen Antike die sogenannten „Vorreiter“ waren. Auch in Mitteleuropa begann man in Anlehnung Fruchtweine, ins besonderen aus Obst herzustellen.

Der Grundgedanke wurde vorerst in der Medizin niedergelegt. Der Rektor Arnaldo von Villanova aus der medizinischen Fakultät der Stadt Montepellier (damalig Katalonien) brachte die Destillationstechnik von einem Kreuzzug mit nach Europa. Es wurden Heilpflanzen in den Alkohol eingelegt, um deren heilende Öle zu extrahieren und somit eine größere ausbeute der Pflanzenöle zu erhalten. Diesen Herstellungsschritt nennt man Mazeration. Diese wird bis heute in der Herstellung von Likören als Grundtechnik niedergelegt. Nach diesem Prozess und der jeweiligen Exrtrahierung der essenziellen Öle, wird das Ganze noch zweimal gebrannt. Dabei nennt man die zweite Destillation Rektifikation. Villanova rundete den Brand mit Honig ab, um die Pflanzenauszüge genießbar zu machen.

Auch heute werden noch diverse Kräuterauszüge ohne Zuckerzusatz mittels Alkohols in den Apotheken angeboten. 

Im Zuge der Modernisierung und der klassischen Technik der Mazeration werden heute auch Liköre hergestellt, die sich mittels Aromatisierten Zuckers oder Fruchtsirups bedienen. Hier werden teils künstliche sowohl auch natürlichen Farbstoffe verwendet und sind auch gesetzlich so zulässig.

Likör und seine Beliebtheit bieten schon immer einen großen Markt an. Deshalb gibt es auch sehr viele Namhaften Hersteller wie Bols, Verpoorten, De Kuyper, Campari, Berentzen, Aalborg und Baileys, um nur einige zu nennen. Hin und wieder findet man aber auch kleine Manufakturen, die kleine Schätzchen hervorbringen. Oft sind diese auch regional zu finden und überzeugen mit Qualität und nicht mit Quantität.